Ende Juli und Anfang August steht für viele Boulisten die Fahrt an die Ostsee an. Seit 2014 gibt es in Fehmarn die Northern Open am Hafen von Burg gelegen, ein Wochenende später geht es weiter mit dem größten Turnier in Deutschland, dem Holstentorturnier in Travemünde.

Auf Fehmarn, am Triplette Sonntag waren wieder Rolf, Mario und Hein am Start, unsere Heike spielte wie vor zwei Jahren (2024 fiel das Turnier Bauarbeiten zum Opfer) mit Reinhard aus Delbrück und diesmal Jürgen aus Kirtorf.

Das Turnier
Das Doublette Turnier war mir knapp 250 Teams fast ausgebucht, am Triplette Tag gingen ca. 180 Teams an den Start. Unser beiden Tripletten gewannen beide Poule Spiele und es ging ins A-Turnier. Die Losfee verhinderte ein direktes Duell. Für Heike ging es bis ins Achtelfinale, dort verloren Heike, Reinhard und Jürgen gegen die späteren Dritten Noah Meyer, Leon Jentsch und Oliver von Alten. Als Lohn gab es ein kleines Preisgeld.
Der Weg zum Sieg
Am Samstag im Doublette Turnier schieden Mario und Rolf unnötig im A 16tel Finale aus, Hein erreichte mit Giesela Hintzmann (Bremen) das C 4tel Finale und hatte einige „Körner“ auf dem Platz gelassen.
Im ersten Poulespiel ab 9Uhr morgens gab es ein lockeres 13:4 (bei 2:2 Start), im zweiten Poulespiel lagen sie gegen Familie Sölter mit 11:12 hinten. Hein hatte zwei Schuss für Schluss und verwandelte direkt den ersten, Familie Sölter wünschte „Viel Glück im A-Turnier.
Im 32tel Finale (Caddrage) ging es gegen die Starnummer eins, Fehmarn Franky (der Organisator der FNO) mit seinen Kumpels Peter und Willi. Die kennen jedes Steinchen auf ihrem Heimplatz und gingen mit 5:0 in Führung. Ein kurzes Schütteln im Team, jeder legte eine Schippe drauf und am Ende stand ein 13:6 für unser Team.

Im 16tel Finale dann ein echter Krimi. Es ging gegen die Göttinger Nobert und Michael und den Einheimischen Hans. Kugelvorteil in der ersten Aufnahme, Hein schießt, entsorgt die eigene, Mario und Hein verlegen, 0:5. Nächste Aufnahme 0:6. Mario und Rolf kommen nun gut ins Spiel, Hein sucht die Körner und verarbeitet noch den Fehlschuß. Es entwickelt sich ein harter Kampf um jeden Punkt, nach guten zwei Stunden steht es 9:9. Doppelloch von Rolf, Mario und Hein machen es eng, 10 liegt und es kommen fünf Kugeln des Gegners. Die machen nur drei Punkte und es geht weiter bei 9:12. In der nächsten Aufnahme hat Hein Schuss für Schluss, daneben, es geht weiter mit 10:12. Es folgt eine extrem enge Aufnahme am Rand, der Gegner lässt einiges liegen, 11:12. Dann macht Mario den Gegner mit der Ersten leer, legt eine Zweite ins Bild, Rolf entsorgt zwei Kugeln, 13:12, 8tel Finale erreicht nach ca. 2:45 Stunden.
Dort geht es gegen die Berliner Tom, Knut und Steffen. Die drei Kreuzberger hatten ebenfalls eine Hängepartie, wir sind eine Runde hinten dran. Und legen los wie die Feuerwehr. 6:1! 7:1 am Boden, Schuß für zwei, Hein schiesst, wieder die eigene! Statt einem möglichen 9:1 gibt es ein 6:2. Aber das Team bleibt stabil und führt nach einem hochklassigen Spiel vor vielen Zuschauern mit 12:5. Plötzlich zaubern die Berliner einen Fünfer auf die Kurvenbahn, 12:10. Sie gehen auf lang und Mario spielt eine starke erste Kugel auf die zu kurze Eröffnungskugel von Knut. Berlin spielt sich leer, macht mit der Letzten den Punkt, 9,50 Meter, ein verdeckter Schuss. „Atelier 4“ spricht Rolf, geht in den Kreis und haut die Kugel Richtung Ostsee. Viertelfinale erreicht.

Die Streams
Zeitgleich mit dem ersten Halbfinale startet unser Team das letzte Viertelfinale. Heike, mittlerweile Unterstützerin, hat die tolle Idee, wollen wir das nicht streamen? Wir wollen. Darum die drei folgenden Partien zum Ansehen.
Alles nur geträumt
Um 1:45 verwandelt Rolf den zweiten Matchball. Der Jubel kennt keine Grenzen, beim Siegerbier um 2:30 Uhr fragen sich die Drei „Haben wir gerade Fehmarn gewonnen?“ Ja, bestätigt Heike und alle Vier stoßen auf diesen Sieg an. Acht Spiele, acht Siege, die letzten Drei in souveräner Art und Weise. Rolf mit seinen Devantschüssen, Mario und Hein mit konstanter Legeleistung, die Drei als Team waren an diesem Tag von niemandem zu stoppen und sind damit die Nachfolger von Jan Garner, Till Goetzke und Robin Stentenbach, die die letzte Auflage 2023 auf Fehmarn gewonnen haben.

Als Lohn für 17 (!) Stunden auf dem Bouleplatz gab es neben dem dicksten Karriere Preisgeld viel Lob und Anerkennung. Bedanken möchte sich das Team bei Allen, die vor Ort unterstützt haben und denen, die am Stream die Daumen gedrückt hat. Der BC Cassel steht nun in der Siegerliste der Fehmarn Northern Open.
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